Richtlinien und Hygienestandards bei der Straßen- und Haustürwerbung zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie

Alle Mitglieder der Qualitätsinitiative Straßen- und Haustürwerbung e.V. (Q!SH) – renommierte gemeinnützige Organisationen und deren Dienstleister - verpflichten sich zur Einhaltung dieser Richtlinien und Hygienestandards zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie.

1. Präambel

Straßen- und Haustürwerbung sind wertvolle Instrumente für gemeinnützige Organisationen, um mit der interessierten Öffentlichkeit aktiv in Kontakt zu treten, über ihre Projekte und Kampagnen zu informieren und langfristige, finanzielle Förderer zu gewinnen. Damit wird ein wichtiger Beitrag für das Gemeinwohl geleistet. Um diese Art der Werbung seriös und qualitativ hochwertig umzusetzen, verpflichten sich alle an der Qualitätsinitiative für Straßen und Haustürwerbung (kurz Q!SH) beteiligten Organisationen und Dienstleister, einheitliche Qualitätskriterien umzusetzen. Diese können auf www.qish.de/richtlinien nachgelesen werden.

Die Corona-Krise stellt unsere Gesellschaft auf eine harte Probe. Viele gemeinnützige Organisationen sind für ihre Arbeit besonders jetzt auf Unterstützung angewiesen. Für die Gewinnung von langfristigen Unterstützer*innen ist das direkte Gespräch mit den Menschen – auf der Straße oder an der Haustür – eine unverzichtbare Maßnahme. Als Tätigkeit mit unmittelbarem Kundenkontakt an einer auswärtigen Arbeitsstelle ist Fördererwerbung auch weiterhin erlaubt. Die aktuelle Situation erfordert zusätzliche Maßnahmen zur eigenen und zur Sicherheit der Gesellschaft. Zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie werden deshalb die bestehenden Qualitätsstandards um die nachfolgenden Richtlinien und Hygienestandards ergänzt. Dabei werden die Hygieneempfehlungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung beachtet. Aktuelle Änderungen und die Vorgaben der örtlichen Behörden finden Eingang in die zu ergreifenden Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter*innen und der Bevölkerung. Bei den untenstehenden Regelungen handelt es sich um Mindeststandards, die je nach Inzidenzstufe des Einsatzortes und den dann gelten behördlichen Bestimmungen verschärft werden.

Die Q!SH weist an dieser Stelle darauf hin, dass die nachfolgend aufgeführten hohen Richtlinien und Hygienestandards der Straßen- und Haustürwerbung die im Einzelhandel möglichen Hygienestandards deutlich übersteigen. So erleichtert es der öffentliche Raum, Mindestabstände einzuhalten, den Kontakt zu Drittpersonen zu vermeiden und Materialien vor jedem Kontakt mit der Gesprächsperson zu desinfizieren.

2. Wie erfolgt Straßen- und Haustürwerbung?

Straßen- und Haustürwerbung erfolgt vorwiegend an öffentlichen Plätzen im Freien, aber auch an privat gemieteten Standorten und an der Haustür. Es handelt sich in der Regel um Gespräche zwischen zwei Personen. Diese Gespräche erfolgen unter den definierten Qualitätsrichtlinien der Q!SH.

3. Wie wird die Sicherheit der Mitarbeiter*innen sichergestellt?

Alle Mitarbeiter*innen verfügen über „3 G-Nachweise“, sind also getestet, geimpft oder genesen und werden in den Hygienevorschriften geschult. Dazu gehört auch, dass jede*r Mitarbeiter*in ihre*seine Tätigkeit einstellt, wenn sie*er Krankheitssymptome aufweist oder Kontakt mit einer infizierten Person hatte.

    Persönliche Hygiene der Mitarbeiter*innen
  • Regelmäßiges und gründliches Reinigen der Hände mit Seife oder Desinfektionsmittel
  • Einhaltung der behördlich empfohlenen Atemhygiene (wie z.B. Husten und Niesen in die Armbeuge oder ins Taschentuch bei sofortiger Entsorgung)
  • Vermeidung von Berührungen des Gesichts mit den Händen
    Verpflichtende Verwendung von Schutzartikeln
  • Die Mitarbeiter*innen sind verpflichtet, mechanische Schutzvorrichtungen für Mund und Nase (wie z.B. Schirmvisiere, Mund- und Nasenschutz-Masken oder Trennwände zwischen den am Gespräch beteiligten Personen) im Arbeitseinsatz mit sich zu führen. Sie halten den Sicherheitsabstand von 1,50 Meter ein und tragen auf Wunsch Ihrer Gesprächspartner*innen einen Mund-Nasen-Schutz oder eine FFP2-Maske. Dies wird aus entsprechender Distanz immer angefragt. Beim Betreten von Treppenhäusern und Wohnungen wird immer Mund-Nasen-Schutz getragen.
  • In Gebieten mit höheren Inzidenzstufen wird diese Regelung entsprechend den behördlichen Auflagen verschärft, ein Mund-Nasen-Schutz wird dann zur Pflicht.
  • Vor Ort steht Desinfektionsmittel für die Mitarbeiter*innen und die Passant*innen bereit.
    Arbeits- und Einsatzort
  • Ansprache und Gespräche finden prinzipiell kontaktlos statt (z.B. ohne Händeschütteln).
  • Dabei wird der behördlich empfohlene Mindestabstand von 1,50 Meter stets eingehalten, es sei denn ein Gesprächsschutz (wie z.B. eine Trennwand) ist vorhanden. Wo möglich, sollte der Mindestabstand auch markiert werden.
  • Die Ansprache von Passant*innen erfolgt mit besonderer Rücksicht. Gefährdete Zielgruppen (wie z.B. ältere Menschen im Alter von schätzungsweise 65 und älter oder Menschen mit offenkundigen Vorerkrankungen) werden möglichst nicht angesprochen.
  • Es werden im Arbeitseinsatz jegliche Menschenansammlungen vermieden. Das heißt, dass bei mehreren Gesprächen parallel der Mindestabstand eingehalten oder ein Gesprächsschutz verwendet wird.
  • Alle vor Ort verwendeten Gegenstände (wie z.B. Infostand, Tablet, Kugelschreiber oder Give-Aways) werden regelmäßig mit desinfizierenden Feuchttüchern oder Desinfektionsmitteln gereinigt.
  • Den Förderern, die ihre Zusage vor Ort unterschreiben, wird vor und nach dem Unterschreiben Handdesinfektionsmittel zur Verfügung gestellt.
  • Es werden nur weitläufige Standorte gewählt, um den Sicherheitsabstand zu Passant*innen und ein ungehindertes Passieren zu gewährleisten.
    Infektionsvermeidung
  • Mitarbeiter*innen, die Symptome wie Fieber, Husten, Halsschmerzen oder grippeähnliche Atemwegssymptome aufweisen, sind angehalten, nicht zur Arbeit zu erscheinen.
  • Der Arbeitgeber stoppt den Einsatz der*des jeweiligen Mitarbeiter*in sofort, wenn diese*r offenkundige Symptome wie Fieber, Husten, Halsschmerzen oder grippeähnliche Atemwegssymptomen hat.
  • Bei bestätigter Infektion innerhalb eines Teams wird der Arbeitseinsatz aller Teamkolleg*innen der erkrankten Person sofort beendet und mit den jeweiligen Gesundheitsämtern Kontakt aufgenommen. Sämtliche Teamkonstellationen werden lückenlos dokumentiert.

4. Wie erfolgt die Werbung an der Haustüre?

  • Es wird ein Sicherheitsabstand zur Eingangstür und im anschließenden Gespräch von mindestens 1,50 Meter eingehalten.
  • Es werden nur Gespräche mit Bürger*innen geführt, die diesem ausdrücklich zugestimmt haben.

5. Dokumentation

  • Die Organisationen bzw. Dienstleister dokumentieren den Ort der Aktivitäten, die Anzahl des aktiven Personals und die Teamkonstellationen.
  • Die Schulung der Hygienevorschriften wird für jede*n einzelne*n Mitarbeiter*in dokumentiert.
  • Auf Beschwerden von Bürger*innen wird umgehend reagiert und die Einhaltung dieser Richtlinien, Qualitäts- und Hygienestandards wird überprüft.